Das Training
Tja, hier "liegt der Hund begraben". Denn neben der Lauferfahrung spielt auch die zur Verfügung
stehende Zeit und die angestrebte Zielzeit eine wichtige Rolle bei der Wahl des Trainingsplanes.
Was nutzt einem eine super Zeit im Ziel, wenn durch das häufige Trainieren der Partner "auf der
Strecke" geblieben ist und man keine Freunde mehr hat (weil die einen nicht mehr kennen)? Also
erstmal die Randbedingungen abstecken - dann aber los.
Vorbereitung auf einen Marathon
Grundlegende Voraussetzung ist eine gute Gesundheit und mind. zwei Jahre regelmäßiges Laufen (mind 20 km die Woche).
Es ist keine Frage, daß man nach drei Monaten einen Marathon bestreiten und erfolgreich abschließen kann.
Doch um welchen Preis? Gelenkschäden, Bindegewebserkrankungen bis hin zu Bandscheibenproblemen usw. sind da möglich.
- Und das muß ja nicht sein! Deshalb die zwei Jahre, damit sich der Körper an die Belastung gewöhnen und anpassen kann.
Dazu sollte dann noch unbedingt eine ärztliche Untersuchung auf dem Programm stehen.
Wenn der Arzt das OK gibt, liegt der Erfolg nur noch in Deinen Händen.
Verschiedene Laufeinheiten / Pulsbereiche
Das Marathontraining beinhaltet verschiedene Typen von Trainingsläufen:
- Long Jog
- Langsamer Dauerlauf
- Ruhiger Dauerlauf
- Lockerer Dauerlauf
- Fahrtspiele
- Tempolauf
- Intervalle
- Steigerungen
- Trab
Grundlage für diese Aufteilung ist der Pulsbereich, der beim Training erreicht / gehalten
werden soll. Eine mögliche Berechnung der Trainingsherzfrequenz
gibt es hier.
Long Jog
Dies ist ein sehr sehr langsamer Dauerlauf, der zeitlich und km-mäßig lange dauert.
Dieser Lauf sollte selten (ca. alle zwei Wochen) gelaufen werden. Als Tempo nur so schnell,
daß man sich noch gut dabei unterhalten kann! Dauer ca. zwei bis drei Stunden, vor dem
Marathon statt Zeit lieber ca. 30 km.
Der Long Jog wird zur Erhöhung der Langzeitausdauer und Langzeitkraft gelaufen. Er ist für
die schnelle Erholung nach Anstrengungen und die Senkung des Ruhepulses verantwortlich. Und
hierdurch ändern sich dann wieder die Pulszahlen für die anderen Lauftypen.
Pulsbereich < 70% des MAX.
Langsasmer Dauerlauf
Die Dauer ist abhägig vom Trainingsplan. Pulsbereich max. 70% des MAX.
Ruhiger Dauerlauf
Die Dauer ist abhägig vom Trainingsplan. Pulsbereich max. 75% des MAX.
Lockerer Dauerlauf
Die Dauer ist abhägig vom Trainingsplan. Pulsbereich max. 80% des MAX.
Tempolauf
Die Dauer ist abhägig vom Trainingsplan.
Intervalle
100m-Strecke, die im Pulsbereich von 85-95% des MAX gelaufen wird. Zurückgehen und erneut
laufen. Je nach Trainingsstand und -plan ca. 8 Wiederholungen.
Steigerungen
100m-Strecke, auf der das Tempo konstant bis Maximum gesteigert wird. Sonst wie Intervalle.
Keine Pulsangabe.
Trab
Locker Lauf zum Ausruhen zwischen schnellen Streckenstücken. Keine Pulsangabe -
Hauptsache Erholung ):->
Endlich geht's los
Grundsätzlich ist folgendes zu sagen. Als Grundlage sollte der langsame Langzeitlauf, der Long Jog,
dienen. Dieser bringt die notwendige Grundkondition und trainiert die Fettverbrennung. Hierauf aufbauend
werden dann die schnelleren Lauftypen trainiert usw.
Bevor nun das Training beginnt schlage ich folgende Vorbereitung vor:
- Gesundheitsüberprüfung
- Bewertung meines derzeitigen Leistungsvermögens (Bestzeit und Puls für 10 km)
- Wie schnell kann und will ich den Marathon laufen?
- Laufstrecken verschiedener Längen ausmessen/aufteilen und festlegen
- Datum "meines" Marathons raussuchen und in meinen Kalender eintragen
- Start meines Trainings in den Kalender eintragen (Marathondatum -20 Wochen)
- Absprache des Trainings mit meinem sozialen Umfeld!
Ja, ja. Es stimmt! Es sind 20 Wochen für das Training angesetzt. Und jede Woche beinhaltet
vier bis sechs Tariningseinheiten. Wer das verinnerlicht und für gut befunden hat, der kann
loslegen. Denn ab jetzt gelten keine Ausreden mehr! Kein "keine Lust", "keine Zeit", "schlechtes Wetter"
usw. Das gibt es jetzt nicht mehr!!!
Lauftagebuch
Ich finde es sehr interessant, wie schnell man mal war oder zur Zeit ist. Daher hier ein Lauftagebuch,
das Ihr ausdrucken könnt. Es sind vier Wochen auf einem Blatt.
Lauftagebuch
Wie so oft im Leben so gibt es auch hier verschiedene Wege, die zum Ziel führen.
Wir haben die Trainingspläne, die auf km-Zeiten aufbauen und wir haben Traingspläne,
die auf Belastungsbereiche (Puls) aufbauen.
Hier zuerst die Pläne basierend auf km-Zeiten
Um eine grobe Auswahl für den Trainingsplan machen zu können, hier eine kleine Tabelle
mit den 5km-Durchgangszeiten beim Marathon:
| 1 km |
5 km |
10 km |
15 km |
20 km |
25 km |
30 km |
35 km |
40 km |
42,195 km |
| 04:15 |
21:15 |
42:30 |
1:03:45 |
1:25:00 |
1:46:15 |
2:07:30 |
2:28:45 |
2:50:00 |
2:59:20 |
| 05:00 |
25:00 |
50:00 |
1:15:00 |
1:40:00 |
2:05:00 |
2:30:00 |
2:55:00 |
3:20.00 |
3:30:59 |
| 05:35 |
27:55 |
55:50 |
1:23:45 |
1:51:40 |
2:19:35 |
2:47:30 |
3:15:25 |
3:43:20 |
3:55:35 |
| 06:24 |
31:59 |
1:03:59 |
1:35:59 |
2:07:58 |
2:39:58 |
3:11:58 |
3:43:57 |
4:15:57 |
4:30:00 |
Oder hier einen Zielzeit-Prognoserechner.
Marathon in 4:00 Stunden
Marathon in 3:45 Stunden
Marathon in 3:30 Stunden
Und hier die Puls-basierten Pläne
Anfänger
Könner
Profis
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