Gesundheit
Ein wichtiges Thema. Wir wollen sie durch das Laufen stärken bzw. wiederbekommen. Aber nicht schädigen!
Gaaaanz langsam
Unser Körper muß die Chance haben, sich an die Belastungen zu gewöhnen, sich anzupassen.
Darum langsam laufen und mit wenigen km anfangen. Im Laufe der Zeit werden
so die Gelenke verstärkt, die Muskulatur verändert sich und das Laufen kommt von alleine. Auch die Anzahl der
roten Blutkörperchen in unserem Blut steigt, unser Herz-Kreislaufsystem weitet sich und wir kommen mit weniger
Pulsschlägen pro Minute aus. Und ... unser Immunsystem verbessert sich um einiges!
Nicht nur Anfänger überlasten sich manchmal beim Traing. Auch den Fast-Profis passiert das manchmal - mir auch.
Vorallem, wenn man für einen Wettkampf trainiert und
- zu viel ohne genügende Regenerationspausen
- zu schnell
- zu lange/weit
läuft.
Da ich nicht auf Zeit sondern auf Strecke laufe, laufe ich zu weit und komme so in die Überlastung. Ich bekomme
Muskelkater und/oder Kopfschmerzen. Nun ja, der Muskelkater geht schnell wieder weg, doch
der Kopfschmerz kann einem dann doch den restlichen Tag verderben - zumal ich keine Medikamente schlucke und die Sache
aussitze. Ich habe aber festgestellt, daß eine Tasse starken Kaffees nach dem Lauf
die Kopfschmerzen in mehr als 95% der Fälle nicht kommen läßt.
Ihr fragt Euch bestimmt nach schlechtem Wetter. Soll ich bei Regen, Schnee usw. Laufen? Von mir ein klares: "Ja, aber ..."
Ich habe an mir festgestellt, daß man sich nur dann Erkältungen einhandelt, wenn man beim
Laufen anfängt zu frieren! Sei es, weil man zu lange Pausen macht, vor einer Ampel wartet, einen Berg rauf geht oder
naßgeschwitzt im Stehen ein Schwätzchen hält. Das haut einen sofort um! Aber sonst bin ich immer gut durch
Regen- und Schneewetter gekommen.Wie das Wetter aktuell derzeit ist, könnt Ihr hier sehen:
Aktuelles Laufwetter
Für mache Leute sind Jogger, die bei Wind und Wetter laufen, sowieso nicht ganz gesund. Aber auch an diese Blicke
gewöhnt man sich recht schnell ):->
Wenn's einen dann doch mal erwischt hat
In der Prisma KW 9/2000 war folgender Beitrag von Dr. Elmar Wienecke enthalten:
... So viel steht fest: Viele Freizeit- und Breitensportler entwickeln einen aus medizinischer Sicht übertriebenen Ehrgeiz.
Gerade am Wochenende suchen sie einen Ausgleich zur Streßwoche durch intensive Rad-, Lauf- oder Walkeinheiten. Sogar
wenn sie erkältet sind, wird das Trainingsprogramm weiter durchgeführt. Manch einer glaubt gar, durch intensives
Schwitzen den Infekt besser überwinden zu können.
Ein 30-minütiges Regenerationstraining kann bedenkenlos in dieser Phase erfolgen. Allerdings sollten körperliche
Belastungen bei leichten Gliederschmerzen und Erkältungen unterlassen werden, sonst drohen Herzmuskelentzündungen
(so genannte Myokartiden) oder eine Klappeninsuffizienz.
Wenn Sie aufgrund von Infekten ihr Trainingprogramm stoppen und eine Woche danach nur im Regenerationsbereich trainieren,
kann Ihnen nichts passieren. Versuchen Sie, natürliche Alarmsignale wie eine Herzfrequenzerhöhung (im Ruhezustand
von ca. 10 Schlägen pro Minute) als Zeichen eines beginnenden Infektes zu deuten. Wer glaubt, durch einen Stopp des
Trainings drohe ein Substanzverlust, der irrt. Die Infektanfälligkeit wird mit zunehmendem Training größer
und so besteht häufiger Gefahr, eine leichte Grippe zu unterschätzen.
So weit der Beitrag von Dr. Elmar Wienecke.
Wie laufe ich richtig? Eine gute Frage, die ich nur für mich beantworten möchte:
Unser Fuß besteht hinten aus einem dicken Knochen, nach vorne hin aus vielen kleinen Einzelknochen.
Trete ich jetzt normal auf, also mit der Ferse zuerst, rolle dann nach vorne hin ab, dann trifft
zuerst der groß Knochen den Boden. Der Auftrittschlag wird dirket durch die Beine, die Hüfte in die
Wirbelsäule bis zum Kopf transportiert - was auf Dauer (wie z.B. beim Marathon) ganz schön auf die Knochen
geht. Die Gelenke tun weh, die Hüfte und auch der Rücken will nach einigen km nicht mehr. Da nutzen auch
die besten Schuhe auf Dauer nichts.
Ich für meinen Teil, ich trete anders auf. Nämlich zuerst vorne, mit dem Ballen! Wenn man das macht, in einem
Winkel von ungefähr 10 Grad, dann wird der Großteil des Auftrittschlages abgefangen.
So machen dann auch 42 km Straße kaum etwas aus.
Diese Art zu Laufen muß man üben. Es geht sehr in die Waden und verursacht zuerst so manchen Muskelkater!
Versucht es mal. Der Unterschied ist enorm.
Vom Hörensagen kenne ich zwei Typen:
- Muskelkater durch Mikro-Muskelfaserrisse
Dies Art ist sehr selten und kommt nur durch starke und/oder plötzliche Überlast zustande - die Muskeln
reißen. Z.B., wenn man plötzlich aus dem Stand, in kaltem Zustand, einen Spurt läuft oder Gewichte
reißt.
Hierbei handelt es sich um eine Verletzung, die gut ausgeheilt werden sollte.
- Muskelkater durch Übersäuerung
Die häufigste Art des Muskelkaters. Sie entsteht, wenn der Muskel den zur Energiegewinnung nötigen
Sauerstoff nicht bekommt. Die Rückstände der Energiegewinnung (Milchsäure) werden je nach
Trainingsstand mehr oder weniger gut und schnell abgebaut. Bleiben Reste, fängt der Muskel an zu schmerzen.
Also immer gut Auslaufen...
Ein leichtes Lauftraining, ca. 30 Minuten langsamer Dauerlauf, sollte den
Muskelkater schnell wieder vertreiben. Es wird die Milchsäure durch Glykogen
erstetzt.
Zuletzt geändert am:
Mail an Webmaster